Schwerpunkte

Die acht Schwerpunkte

Die pädagogischen Schwerpunkte leiten sich aus unserem Auftrag/unserer Mission und den Grundprinzipien der PfadfinderInnenmethode ab. Sie bilden einen Inhaltskatalog, der so vielfältig ist, dass er die ganzheitliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen fördert und fordert. Dadurch sind sie für dich ein Werkzeug, um eine ausgewogene Programmgestaltung zu gewährleisten.

Arbeiten mit den acht Schwerpunkten

Als LeiterIn machst du den Kindern und Jugendlichen in den einzelnen pädagogischen Schwerpunkten Angebote, aus denen sie je nach ihren Bedürfnissen und Interessen wählen können. Gleichzeitig ist es aber auch deine Aufgabe, die Ganzheitlichkeit über das gesamte Programmangebot im Blick zu behalten. Das bedeutet einerseits für die Ausgewogenheit über die Themen der acht Schwerpunkte im Laufe eines Jahresprogramms zu sorgen und andererseits auf eine ausgewogene Beschäftigung mit den acht Schwerpunkten bei den einzelnen Kindern und Jugendlichen zu achten.

Mit den pädagogischen Schwerpunkten bietest du einen Rahmen, in dem Kinder und Jugendliche ihre persönlichen Fähigkeiten entfalten und eine altersgemäße Selbstständigkeit erreichen können. Du hilfst ihnen, ihre persönlichen Herausforderungen in verschiedenen Lebensbereichen zu erkennen und sich ihnen bewusst zu widmen, um sich so ganzheitlich weiterzuentwickeln.

Ganz allgemein, ohne speziellen Stufenbezug, soll dir die folgende Auflistung eine ungefähre Vorstellung darüber geben, was die einzelnen Schwerpunkte in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen jeweils bedeuten.

Spirituelles Leben bedeutet …

  • grundlegende Aspekte des Lebens, wie Emotionen, Rituale, Glaube, Ethik und Religion erleben und sich damit auseinandersetzen,
  • sich bewusst mit Fragen nach den persönlichen Werten, den eigenen spirituellen Wurzeln und dem Sinn des Lebens beschäftigen,
  • sich mit der eigenen Religion und/oder Weltanschauung auseinandersetzen sowie
  • verschiedene Zugänge zu Spiritualität kennen- und respektieren lernen.

Verantwortungsbewusstes Leben in der Gemeinschaft bedeutet …

  • die eigenen Fähigkeiten erkennen und sie in die Gemeinschaft einbringen,
  • Verantwortung übernehmen und das Leben in der Gemeinschaft mitgestalten,
  • Fähigkeiten und Eigenschaften anderer akzeptieren sowie
  • demokratisches Verhalten erlernen.

Weltweite Verbundenheit bedeutet …

  • die eigene Kultur verstehen und sich damit auseinandersetzen,
  • sich für andere Menschen, Länder, Kulturen und Religionen interessieren und diesen offen begegnen,
  • Ängste und Vorurteile vermeiden und Verständnis für andere entwickeln, um einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander zu leben sowie
  • Wege zur Konfliktbewältigung erlernen und sich aktiv für ein friedliches Zusammenleben einsetzen.

Kritisches Auseinandersetzen mit sich und der Umwelt bedeutet …

  • schrittweise die eigene Lebensweise, Stärken und Schwächen, das eigene Denken, Handeln und Kommunizieren hinterfragen,
  • einen Platz in der Gesellschaft finden und die eigenen Rollen in den verschiedenen Gemeinschaften regelmäßig überprüfen,
  • die nähere und weitere Umwelt und gesellschaftliche Normen kritisch hinterfragen sowie
  • Missstände erkennen und aufzeigen und aktiv an der Gestaltung einer besseren Welt mitwirken.

Körperbewusstsein und gesundes Leben bedeutet …

  • Bewusstsein für den eigenen Körper entwickeln,
  • die eigenen körperlichen Grenzen kennenlernen,
  • eine gesunde Lebensweise führen sowie
  • die eigene Geschlechtsidentität entdecken und entwickeln.

Schöpferisches Tun bedeutet …

  • die eigenen kreativen Talente entdecken, weiterentwickeln und in ihrer Vielfalt ausleben,
  • neue kreative Möglichkeiten und Techniken ausprobieren sowie
  • eigene Ideen, Gefühle und Gedanken fantasievoll ausdrücken.

Bereitschaft zum Abenteuer des Lebens bedeutet …

  • Herausforderungen annehmen, Neues ausprobieren und mutig sein,
  • überlegte Entscheidungen treffen und konsequent sein sowie
  • den Herausforderungen des Lebens positiv begegnen.

Einfaches und naturverbundenes Leben bedeutet …

  • sich achtsam und aufmerksam in der Natur verhalten,
  • Zusammenhänge in der Natur verstehen und eine Verbundenheit mit der Natur entwickeln,
  • Technik und Ressourcen bewusst und angemessen nutzen sowie
  • aktiv Umweltschutz betreiben.

In der Umsetzung der Schwerpunkte in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen spielen nun mehrere Dinge zusammen: Es geht einerseits darum, die Schwerpunkte mit ihren Inhalten altersgemäß zu interpretieren und andererseits ist es wichtig, die Schwerpunkte im Programm so umzusetzen, dass jedes Kind und jede/r Jugendliche individuell gefördert wird.

Vorschläge und Methoden zur Umsetzung findest du in den Behelfen und Publikationen der jeweiligen Altersstufen.

Weiterführendes